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Yoku irasshaimashita!

Seminar im Honbû-Dôjô Januar 2012

Jede Menge Stoff ...

oder

Wieviel Kata geht in einen Tag?

Samstag, der 21.Januar war ein in jeder Hinsicht arbeits- und inhaltsreicher Seminartag - was alle, die Shihan Kai Michael Goerl kennen, allerdings nicht sonderlich überraschte: jeder ahnte, dass da einiges auf ihn zukommen würde. Zum einen war da die Bô-Kata Sakugawa-no-Kon und obendrauf noch die Koshiki Wankan als Kata der Leeren Hand - über den Mangel an Input brauchte sich also wirklich niemand beklagen. Auch diejenigen, für die diese Formen nicht ganz neu waren, bekamen eine Vielzahl interessanter Aspekte zu bereits Bekanntem geboten. Denn wie sooft, zeigte sich auch hier: je genauer man etwas in Augenschein nimmt, umso deutlicher erkennt man, wie wenig man eigentlich zuvor gesehen hatte. Mit dem Einlassen auf die Details beginnt die eigentliche Arbeit erst. Nur wer sich seine Oberflächlichkeiten hatnäckig bewahrt, kann schließlich längerfristig der Illusion erliegen, "alles schon zu kennen".

Als nach etwa dreieinhalb Stunden strammer Arbeit Shihan Goerl erstmals eine Pause anbot, war für den ein oder anderen schon "der Speicher ziemlich voll". Dabei war kaum mehr als der Grundstein gelegt, für all das, was noch kommen sollte. Glücklicherweise profitierten alle diejenigen, die hier "Neuland" betraten, zweifellos von der begrenzten Teilnehmerzahl dieses Ausnahme-Seminars. Findet man vielerorts die Situation, dass "die in den hinteren Reihen" so gut wie nichts mitbekommen, gab es hier über weite Strecken hinweg, ausgesprochen "Referenten-nahen" Unterricht. Und dies betraf nicht nur die praktische Übung, deren stoffliche Fülle somit für alle schließlich bewältigbar wurde, sondern nicht zuletzt auch die Erholungspausen zwischen den Einheiten. Auch für das leibliche Wohl und die "Pflege der Mitte" hatte Shihan Goerl aufs Beste gesorgt. Fast sogar zu gut, denn vor allem nach dem wohltuenden Mittagsessen fiel der Wiedereinstieg nicht ohne weiteres leicht ...

Nach etwas mehr als acht Stunden Konzentration und unermüdlichem Einsatz schließlich endete ein ohne Zweifel herausragender und anspruchsvoller Seminartag. In die berechtigte Freude darüber, "durchgehalten zu haben", mischte sich allerdings bei manch einem schon ein wenig von der Sorge, "das alles nicht behalten zu können". Aber zum Glück gibt es ja ein bewährtes Hausmittel gegen diese allgegenwärtigen Bedenken: beständiges, ununterbrochenes Üben. Und wenn man dann wirklich nicht mehr weiter weiß, ist da noch die Sicherheit, dass da immer einer ist, den man fragen kann. Denn jeder, der es ernst meint, darf gewiss sein, dass er mit seinen Fragen bei Shihan Goerl stets ein offenes Ohr findet.

 

Endlich frischer Wind!

oder

Doch lieber alles "schön beim Alten" lassen?

Wir haben uns reichlich ein frohes und gesundes Neues Jahr gewünscht. Schön und gut. Geht ja auch ganz flott über die Lippen,...

Aber: Reicht das?

Bei den Brüdern Grimm hat 'das Wünschen noch geholfen', aber leider leben wir nicht in einer Märchenwelt. Das Wünschen ist somit eine Sache, das Handeln die - unerlässlich - andere.

Zufriedenheit, Gesundheit, Stress-Resistenz, Ausgeglichenheit:

Das alles soll jetzt wie von selbst kommen?

So sehr wir das gerne glauben möchten, von selbst geht (fast) gar nichts. Die meisten Dinge sind nun einmal dem Gesetz von Ursache und Wirkung unterworfen.

Das bedeutet: Wir müssen UNS SELBST auf den Weg machen.

Warum dann nicht dort, wo Sie ihn gemeinsam mit anderen gehen können?

Das Karate-Dôjô KORYÛKAI Minden lädt Sie dazu herzlich ein.

Ersparen Sie sich das übliche Warten auf den berühtmten 'Tag X', der so schnell zum Sankt-Nimmerleins-Tag wird ...

Steigen Sie JETZT ein:

Jeden Dienstag von 20 - 21.30 Uhr haben Sie die Möglichkeit dazu.

WO? In der Turnhalle der 'Alten Grundschule Meissen', Forststraße 6.

Unabhängig von Lebensalter und Trainingszustand können Sie bei uns ohne Leistungs- und Wettkampfdruck nach Ihren persönlichen Möglichkeiten Ihren Weg finden.

Für weitere Infos und Fragen zum Unterricht:

Tel.: 0571 - 3880842 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Kansetsu-Waza-Seminar mit Shihan Kai Michael Goerl

Kansetsu-Waza Seminar

Ein wenig Wiederholung, hier und da etwas Bekanntes, dazu eine große Portion Neues und ganz Neues obendrauf - so oder so ähnlich lässt sich wohl der Eindruck des Seminars, das Shihan Kai Michael Goerl am Samstag des 1.Advents im unserem Mindener Dôjô gehalten hat, aus der Sicht der meisten Teilnehmer zusammenfassen.

Trotz angeschlagener Gesundheit und einer leider viel zu kalten Halle ließ Shihan Kai Michael Goerl es sich nicht nehmen, die achtzehn lerneifrigen Teilnehmer über die gesamte Seminarzeit selber zu unterrichten.

Schwerpunkt-Thema des Tages waren Kansetsu-Waza (= gelenk-manipulierende Techniken). Nachdem einige Übungssequenzen mit der leeren Hand durchlaufen waren, folgte der Übergang zu Angriffen mit dem Kurzdolch. Wie traditionell üblich wurde mit dem Tantô (短刀 = "kurzes Schwert") geübt. Das Tantô, ein leicht gebogenes, einschneidiges Messer mit einer Klingenlänge von weniger als einem Shaku (1 Shaku = 30 cm), für den gefahrarmen Übungszweck als Holz-Waffe aus Roteiche gefertigt, ist selbst in dieser Ausführung nicht zu unterschätzen.

„Messer-Angriffe übersteht man nie unbeschadet!“, dieser so einfache wie eindrucksvolle Satz von Shihan Goerl signalisierte die ganze Bedrohung und Ernsthaftigkeit, der hinter den Partnerübungen stehenden Realität. Entsprechend konzentriert gingen alle Teilnehmer daran, die gezeigten Übungsabläufe Schritt für Schritt sorgfältig nachzuvollziehen. Zudem war das Tantô für die meisten noch ein bis dato völlig unbekannter Gegenstand, der schon allein aufgrund seiner Größe keinen Zweifel an der furchtbaren Gefahr aufkommen ließ, die von einer Waffe gleichen Ausmaßes mit scharfer Klinge ausgehen kann. Schon allein die Konfrontation mit der Übungswaffe ließ im abschließenden Seminar-Teil des freien und intuitiven Umgehens mit einem Messer-Angriff die Herzen allgemein mehr als schneller schlagen. Nicht auszudenken, was es bedeuten mag, wenn ein zum allem entschlossener Aggressor mit einer echten Waffe ...

Zum Glück war das heute hier alles nur Üben gemeinsam mit Freunden, in einer Atmosphäre des Vertrauens und unter kundiger Anleitung eines erfahrenen Lehrers. Dafür sei Shihan Kai Michael Goerl an dieser Stelle nochmals von ganzem Herzen gedankt.

Die Seminar-Termine für 2012 mit ihm hier bei uns in Minden stehen zwar noch nicht fest, das nächste mehr als lohnende Datum ist dennoch schon bekannt: Am Samstag, den 21.Januar 2012 findet im Shûtokukai Honbû Dôjô Meschede ein Seminar zu den Themen „Koshiki Wankan no Kata“ und „Sakugawa no Kon“ statt. - Also: Bitte unbedingt vormerken!!!

 

KORYÛKAI-Kyû-Prüfung November 2011

Zwei neue Ikkyû

Donnerstag, 17. November: Ein hartes Stück Arbeit, eine Menge Anstrengung, die Erfahrung der eigenen Grenzen und schließlich die Erleichterung darüber, es geschafft zu haben – so oder so ähnlich lässt sich vielleicht der Verlauf des Abends für die acht Prüflingen unseres Dôjô zusammenfassen.

rainer-pinanPrüfungen im Karate-Dô sind dazu da, dem einzelnen die Möglichkeit zu geben, vor der Gemeinschaft der Mitübenden zu zeigen, welchen Weg er in der letzten Zeit zurückgelegt hat, zu bestätigen, dass er bereit und imstande ist, die nächsten Schritte zu tun, aufbauend auf den Kenntnissen und Erfahrungen der bereits zurückgelegten Wegstrecke.

Selbstverständlich geht nicht darum, wie bei einer Führerscheinprüfung oder einer Schulklausur, in schematisierter Weise herauszufiltern, ob der Prüfling bestimmte Punkte, eine Mindestzahl richtig beantworteter Fragen oder ähnlich absurde Kriterien erfüllt.

Wird ein Schüler vom Sensei zu Prüfung eingeladen, so ist ihm damit die Zusage gegeben, dass der Lehrer in ihm den erforderlichen Wegfortschritt erkennt und nun gerne bereit ist, ihm das zu bestätigen. Diese Bestätigung dann wird eingebettet in einen formalen Akt, an dem neben dem Schüler und dem Sensei auch die Dôjô-Gemeinschaft teilhat. Auf diese Weise wird der Fortschritt des einzelnen von der Gemeinschaft bewusst wahrgenommen und verbindlich anerkannt. Dass jeder Prüfling dabei durch ein „kleines Feuer“ geführt wird, ihm der gewohnte Boden ein wenig weggezogen wird, damit er an sich erleben und ganz FÜR SICH PRÜFEN kann, was ihn dann noch trägt, macht eine Karate-Dô-Prüfung zu einem Erlebnis, das möglicherweise auch über den konkreten Tag hinaus weiter wirken kann.

Am diesem Abend jedenfalls war es nach etwa dreieinhalb Stunden gut geschafft. Die acht Prüflinge hatten zweifellos ihr Bestes gegeben. Neben Dirk, Frank und Thomas, die dieses Mal ihre erste Prüfung absolvierten und damit den 8.Kyû erwarben, gibt es mit Sascha einen neuen 7.Kyû. Chris und Peter zeigten, dass sie zurecht künftig den 6. bzw. 5 Kyû tragen werden. Und schließlich darf sich das Koryûkai-Dôjô darüber freuen, mit Björn und Rainer zwei weitere 1.Kyû in den eigenen Reihen zu haben.  - Mindestens zwei gute Gründe, um heute schon mit viel Vorfreude in das nächste, sicherlich ereignisreiche Jahr hinüber zu blicken. Bis dahin jedoch, gibt es noch eine Menge zu tun,... Ganbatte kudasai!